
Für gerade Zähne vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter
Was ist eigentlich ein Lingualretainer, ein Aktivator oder eine Dehnplatte? Ganz einfach: Wichtige Behandlungsgeräte, die wir je nach Lebensphase, individuellen Wünschen und Gesundheitszustand Ihres Zahnhalteapparates für die Gesundheit, Funktion und Schönheit Ihrer Zahnstellung und Kieferrelation nutzen können.
Ergänzend zu den bekannten Brackets gibt es weitere, kieferorthopädische Behandlungsgeräte. Je nach Variante haben sie sehr unterschiedliche Aufgaben zu erledigen und werden daher mit größter Sorgfalt ausgewählt, designt und individuell im Fachlabor auf höchstem Qualitätsniveau von gefertigt – richtig hübsche, bunte und lebenslustige kleine Kunstwerke kommen dabei zum Einsatz für den speziellen Dienst im kindlichen und/oder jugendlichen Gebiss. Diese individuell gefertigten herausnehmbaren Zahnspangen sind in ihrer Passform sehr gut und sitzen optimal, um ihren Job zu tun. Allerdings: die erwünschte Wirkung tritt nur dann ein, wenn die Patienten diese ebenso tragen, wie sie es sollen und wie wir es gezeigt haben. Die Compliance des Patienten ist eine sehr wichtige Voraussetzung für den geplanten Erfolg.
Diese Spangen werden mit viel Liebe zum Detail in höchster Qualität von einem Fachlabor für kieferorthopädische Apparaturen individuell und passgenau angefertigt. Die Spangen gehen evtl. nur dann kaputt, wenn sie nicht gut gepflegt und nicht sachgemäß behandelt werden und sie passen nur dann nicht mehr gut im Mund und können dann schlimmstenfalls auch weh tun, wenn sie nicht den Anweisungen entsprechend gut getragen wurden. Empfehlungen zur Pflege dieser schönen Geräte bekommen die Patienten sehr ausführlich von uns mit viel Engagement und Spaß daran vermittelt.
Aktivator und Bionator ermöglichen eine gesunde Entwicklung der Kiefer und fördern das Wachstum der Kiefer. Sie werden locker im Mund getragen und bewegen sich passiv mit, wenn der Patient schluckt, atmet, spricht, lacht oder andere mimische Bewegungen macht. Dadurch können nicht nur Kieferfehlstellungen, sondern auch Atem- und Schluckstörungen sowie Haltungsschäden des Bewegungsapparates positiv beeinflusst werden.
Eine Dehnplatte ist eine herausnehmbare Zahnspange, die verwendet wird, wenn die Zähne im Wechselgebiss zu eng stehen und der Kiefer viel zu klein ist. Mithilfe von Zug- und/oder Dehnschrauben übt diese aktive Platte sanften Druck auf den Kiefer aus und fördert so die Nachentwicklung in mehrere Richtungen und schafft den nötigen Platz für die bleibenden Zähne. Während der Wachstumsphase des Patienten wird die Dehnplatte durch Aktivieren der eingebauten Schrauben kontinuierlich vergrößert und die Bedingungen zum Durchbruch der bleibenden Zähne verbessert da mehr Platz für sie geschaffen wurde. Dies funktioniert nur bei sehr guter Tragedauer und Mitarbeit des Patienten. Optimalerweise ist eine Mindesttragedauer von 18 Stunden pro 24 Stunden vorgesehen, damit das Knochengewebe in die richtige Richtung reagieren und sich wie gewünscht umbauen kann.
Vorschubdoppelplatten gehören zur Gruppe der kieferorthopädischen Funktionsgeräte und dienen der Steuerung des Wachstums. Um die optimale Wirkung der Vorschubdoppelplatte zu erzielen, wird empfohlen, sie für mindestens 18 von 24 Stunden zu tragen – am effektivsten tagsüber, abends und nachts.
Die Vorschubdoppelplatte hat das Ziel, einen in den meisten Fällen zu schmalen Oberkiefer in der Breite nachzuentwickeln, sowie den in der Regel viel zu weit hinten liegenden und/oder zu kleinen/kurzen Unterkiefer nach vorn zu korrigieren. Dies geschieht durch die Stimulation des Unterkieferwachstums bei ständig guter Mitarbeit des Patienten.
Nach der aktiven Behandlungsphase werden diese herausnehmbaren Zahnspangen eingesetzt und sollten in den ersten 12 Monaten möglichst mindestens 18 Stunden pro Tag ständig und zuverlässig getragen werden. Wenn keine weiteren Stabilisierungsmaßnahmen wie festsitzende Retainer gewünscht wurden und somit keine eingesetzt sind, sollten die Retentionsplatten auch darüber hinaus regelmäßig z. B. nachts getragen werden
Zur Selbstkontrolle empfehlen wird diesen Patienten dann, die «Nachtspangen» regelmäßig einzusetzen, um sicherzustellen, dass keine Veränderungen aufgetreten sind. Wenn sich die Retentionsplatten weiterhin leicht einsetzen lassen, ist alles in Ordnung und die Zähne haben sich nicht verschoben. Wenn jedoch Schwierigkeiten beim Einsetzen auftreten, könnte es zu geringfügigen Zahnbewegungen gekommen sein.
Wichtiger Hinweis: sollte die kieferorthopädische Behandlung bereits abgeschlossen sein und die gesetzliche Krankenkasse die Eigenanteile bereits erstattet haben, dann besteht laut geltenden gesetzlichen Bestimmungen kein Anspruch mehr auf kieferorthopädische Leistungen aus Kosten der gesetzlichen Krankenkassen.
Nach Entfernung der festen Zahnspange neigen die Zähne immer dazu, sich in ihre ursprüngliche Stellung zurückbewegen zu wollen. Unerwünschte und ungünstige Wachstumsschübe vor allem des Unterkiefers (bei männlichen Patienten bis zum Alter von ca. 21 - 22 Jahren), der ungünstige Durchbruch der Weisheitszähne oder eine ungünstige Ausgangssituation des Zahnhalteapparates können denkbare Gründe dafür sein.
Um ein sogenanntes Rezidiv im Idealfall zu verhindern oder möglichst klein zu halten, empfiehlt Ihre Fachpraxis für Kieferorthopädie Dr. Erika Schültz die Verwendung von Lingualretainern. Diese werden entweder aus Spezialdraht individuell gebogen oder CAD/CAM-gefertigt aus einer Nickel-Titan-Legierung. Diese hochpräzise und individuell gefertigten Retainer werden an den Zahninnenseiten der oberen und/oder unteren Front- und Eckzähne befestigt und halten die schönen geraden Zähne dort, wo sie bleiben sollen. Sie sind überdies von außen unsichtbar. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit werden sie vom Patienten in der Regel überhaupt nicht wahrgenommen. Um eine möglichst lange Stabilität zu gewährleisten, sollte ein solcher wunderschön gefertigter und befestigter Retainer so lange wie möglich im Mund verbleiben.